Filsen, 04.08.2025

Gebäudekonzept für die Zukunft

Wie kann kirchliches Leben unter veränderten Bedingungen gelingen –
und wie kann es sich in den vorhandenen Gebäuden entfalten?

Mit diesen Fragen hat sich die Pfarrei Heilige Elisabeth von Schönau in den vergangenen
zwei Jahren intensiv beschäftigt. Am Mittwochabend, 23. Juli 2025, wurde der
Entwurf für ein zukunftsweisendes Gebäudekonzept vorgestellt

Dialogischer Prozess

In einem sorgfältigen, dialogischen Prozess wurden alle 36 kirchlichen Gebäude
der Pfarrei begutachtet und genau in den Blick genommen. Die AG, die sich aus
Mitgliedern der Gremien und des Pastoralteams zusammensetzte, führte
Ortsbegehungen durch, tauschte sich mit den Ortsausschüssen aus und
entwickelte dann eine Gebäudestrategie für die kommenden Jahre. „Die
Rückmeldungen aus den Kirchorten waren für uns von großer Bedeutung“,
In einem sorgfältigen, dialogischen Prozess wurden alle 36 kirchlichen Gebäude
der Pfarrei begutachtet und genau in den Blick genommen. Die AG, die sich aus
Mitgliedern der Gremien und des Pastoralteams zusammensetzte, führte
Ortsbegehungen durch, tauschte sich mit den Ortsausschüssen aus und
entwickelte dann eine Gebäudestrategie für die kommenden Jahre. „Die
Rückmeldungen aus den Kirchorten waren für uns von großer Bedeutung“,
betonte Pater Hugon Superson, der Pfarrer der Pfarrei. „Unser Ziel war es, ein
Konzept zu entwickeln, das pastoral verantwortbar, wirtschaftlich tragfähig und
ökologisch sinnvoll ist.“


Mittelfristig sollen 13 Gebäude aufgegeben werden
Das nun vorgestellte Konzept sieht vor, dass mittelfristig 13 Gebäude
aufgegeben werden. Für andere Immobilien zeichnet sich hingegen eine
langfristige Perspektive ab – darunter Kirchen, Gemeindezentren und
Begegnungsorte, die weiterhin eine wichtige Rolle im Leben der Pfarrei spielen.
Der Vorschlag nimmt auch die besonderen Bedingungen der Region in den Blick:
die touristisch geprägte Lage am Rhein sowie die Bedeutung der beiden
Wallfahrtsorte Kamp-Bornhofen und Strüth.
„Es ist ein großer Schritt, der viel Verantwortung mit sich bringt – aber auch viel
Potenzial freisetzen kann“, sagte Stephan Schnelle, Leiter der Kommunikation
und Öffentlichkeitsarbeit des Bistums Limburg, der die Veranstaltung moderierte.
Die Pfarrei hat mit großer Ernsthaftigkeit und Augenmaß gearbeitet, ergänzten
Verena Schäfer und Jonas Bechthold vom KIS-Team des Bistums.


Erst wird diskutiert, dann wird beschlossen
In den kommenden Wochen wird der Entwurf in der Pfarrei breit diskutiert. Bis
Ende des Jahres sollen Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat über das Konzept
beschließen. Erst danach beginnt die konkrete Umsetzung.

Die Mitglieder der KIS-Arbeitsgruppe zeigten sich dankbar für das Vertrauen und
die konstruktive Zusammenarbeit. „Wir wissen, dass Veränderungen nicht immer
leichtfallen“, so Verwaltungsleiterin Anke Schlepper, „aber wir glauben daran,
dass in diesen Entscheidungen eine echte Chance für neues Leben steckt.“


Die Gebäudeklassifizierung im Überblick
Die Gebäude wurden anhand klar definierter Kriterien in fünf Kategorien
eingeteilt: Gebäude mit langfristiger oder befristeter Perspektive (Kategorie A),
mit bedingter Perspektive (Kategorie B), Gebäude, die mittelfristig oder zeitnah
aufgegeben werden sollen (Kategorie C und D), sowie Gebäude mit
Sonderstatus (Kategorie E). Zur Kategorie A gehören unter anderem die
Pfarrkirche St. Nikolaus Kamp-Bornhofen, das Gemeindehaus und die Kita in
Kamp-Bornhofen, die Kirche St. Jakobus der Ältere und das Gemeindehaus in
Dahlheim, das Gemeindehaus in Filsen, die Kirche St. Nikolaus in Kaub, die
Kirche St. Peter und Paul sowie das Gemeindehaus in Nastätten, die Kirche und
das Gemeindehaus in Osterspai und die Klosterkirche Schönau Strüth. Diese
Gebäude bleiben erhalten und werden weiterentwickelt.
Der Kategorie B wurden die Kirche St. Goar in Prath und die Kirche St. Johannes
der Täufer in Lykershausen zugeordnet. Ihre weitere Nutzung hängt vom
Engagement vor Ort und von Drittmitteln ab.
Andere Gebäude wie das Pfarrhaus in Kamp-Bornhofen, die Kirche St.
Margaretha in Filsen, die Kapelle in Weisel, die Kirche und das Gemeindehaus in
Kestert, das Pfarrhaus in Nastätten, die Kapelle in Holzhausen, die Kirche St.
Johannes der Täufer und das Pfarrhaus in Goarshausen, die Gebäude in
Wellmich, die Kapelle St. Sebastian im Ehrenthal sowie die Kirche St. Nikolaus in
Espenschied wurden als mittelfristig oder zeitnah aufzugeben eingestuft
(Kategorien C oder D).
In die Sonderkategorie E fallen der Jugendtreff in Osterspai und das
Schwesternwohnhaus in Strüth (Ensemble) und die Kirche in Wellmich (lokal
prägende Bedeutung).
Gebäude, die sich in der Verantwortung des Bistums oder im Eigentum des
Landes Rheinland-Pfalz befinden – wie das Klostergebäude und die Pilgerhalle
in Bornhofen sowie der Konventbau und das Pfarrhaus in Strüth – wurden nicht
klassifiziert, ebenso wie die Kindertagesstätten.

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