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St. Goarshausen, St. Johannes

St. Goarshausen, St. Johannes
St. Goarshausen, St. Johannes
© Pfarrei Heilige Elisabeth

Bis zur Neugründung der Pfarrei Heilige Elisabeth war die Pfarrei St. Johannes der Täufer das Zentrum des Pfarrverbandes Loreley. Die Pfarreien von Kaub, St. Goarshausen und Wellmich arbeiteten unter der Leitung eines Pfarrers zusammen. Es gab eine Reihe von Aktivitäten, die in den Orten durchgeführt wurden mit gegenseitigen Besuchen und die Sitzungen des Pfarrgemeinderates geschahen in der Regel zusammen.

St. Goarshausen aktuell  ist Teilsitz der Verbandsgemeinde Loreley und viele Menschen kommen in die Stadt durch Schulbesuch von Grundschule, Gymnasium und Realschule plus, Arbeit, Behördengänge und Tourismus.

Angesiedelt an der Bundesstraße 42, direkt am Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde, ist die Kirche St. Johannes ein Ort des Gebetes und vieler konzertlicher Veranstaltungen in St. Goarshausen.

© D. Fischenich

Die Kirche St. Johannes der Täufer, wurde in den Jahren 1923 bis 1925 unter großer finanzieller Belastung der Gemeinde und unter vielgestaltiger Mithilfe der Gemeindemitglieder erbaut.

Am 20. September 1925 wurde die Kirche vom Limburger Bischof Dr. Augustinus Kilian konsekriert. Die Gemeinde war dankbar, endlich eine würdige Kirche als ihr Eigen nennen zu dürfen. Dies brachte sie durch die Teilnahme am Weihegottesdienst und an einem Familienabend zum Ausdruck. Der Bischof äußerte später, eine so schöne, in allen Teilen harmonisch und stilvoll verlaufene Kirchweihe habe er noch nicht mitgemocht, so Pfarrer Sand in der Pfarrchronik.

Pfarrer Sand war es auch, der das Bild im Hochaltar, die heiligste Dreifaltigkeit, erwarb. Von ihm wird es als Gemälde von Lucas Cranach bezeichnet. Bei einer Restaurierung des Bildes 1963 und in der Folgezeit wurde dann festgestellt, dass dieses Bild nicht von Lucas Cranach gemalt worden ist, wohl aber seiner Schule zugerechnet werden kann.

Entscheidender als das genaue Herstellungsdatum ist die Aussage des Bildes: Gott Vater nimmt das Lebensopfer seines Sohnes an, das uns Menschen aus Schuld und Sünde befreit. So wie Gott Vater das Kreuz seines Sohnes und damit ihn in seinen Händen geborgen hält, so sind wir Menschen in der Liebe Gottes geborgen.

 

Erwähnenswert in der Kirche ist auch das Deckengemälde, das die Verklärung Jesu zeigt, wie sie im Neuen Testament beschrieben ist: die beiden Propheten Mose und Elia, die 3 Jünger Petrus, Jakobus und Johannes sind dargestellt und in der Mitte der durch die Sonne verklärte Jesus. Dieses Bild wurde im Jahr 1941 in 6 Wochen von Prof. Landgrebe aus Frankfurt gemalt.

Am Dezember 1999 konnte eine grundlegende Innenrenovierung abgeschlossen werden. Neben einem neuen Fußboden bekam der Innenraum erstmals eine farbliche Gestaltung durch den Kirchenmaler Daniel aus Geisenheim im Rheingau. Der Haupteingang wurde ganz neu und Behinderten gerecht angelegt.

Mit dem neuen Zelebrationsaltar, den der Koblenzer Künstler Jose Welling im Jahr 2003 gestaltete, wurden die Arbeiten vollendet.

Hilfe und Unterstützung für Asylsuchende

Seit der Ankunft der ersten Flüchtlinge aus Eritrea in St. Goarshausen im Juli 2014 hat sich das kath. Pfarrhaus vor Ort zu einer vielbesuchten Anlaufstelle für Asylsuchende aus vielen Ländern entwickelt. Hier erhalten sie konkrete Hilfe für ihre neue Lebenssituation in Form von Möbel-, Wohnungs- und Arbeitsvermittlung aber auch Unterstützung in allen Belangen, die den Kontakt mit staatlichen Behörden betreffen. Dank zweier großzügiger Spenden ist es auch möglich, für alle Babys in den Flüchtlingsfamilien aus St. Goarshausen und Umgebung kostenlose Windelpakete zur Verfügung zu stellen.

In den Räumen der Kontaktstelle finden zweimal pro Woche Beratungsstunden statt, die durch das ehrenamtliche Engagement von Dorothea Müller ermöglicht werden, unterstützt durch die Pfarrsekretärin Marion Voss und Pfr. i.R. Königstein. Ein Zusatzangebot dort ist die Migrations- und Flüchtlingsberatung durch die Caritas einmal im Monat.

In der Unterkirche in St. Goarshausen wurde ein kostenloses Internet-Café mit 12 Computerplätzen eingerichtet, über zwei Jahre Deutschkurse durchgeführt und seit drei Monaten treffen sich dort Frauen aus Syrien, Eritrea und den anderen Flüchtlingsländern mit ihren Kindern zum Gedankenaustausch und gegenseitiger Hilfe.

Beratung im Pfarrbüro

derzeit lediglich online

 

 

Menschen mit Behinderung gehören in St. Goarshausen zum Stadtbild. Heute ist das zum Glück eine selbstverständliche Sache, die sich im Verlauf der letzten 25 Jahre entwickelt hat. Eltern eines Kindes mit Behinderung verschenkten ihr Haus und Grundstück an die Kirche unter der Bedingung es als eine Einrichtung für beeinträchtige Menschen zu führen. Daraus hervor ging die Werkstatt der Caritas. 

Anfangs wurden die neuen Mitarbeiterinnen und Mitabeiter mit Skepsis angesehen, auch in den Sonntagsgottesdiensten der Katholischen Pfarrei, zu denen sie vom Pfarrer eingeladen wurden. Ebenso ging es, als der Caritasverband ein Wohnheim in der Wellmicher Straße einrichtete. Auf stetiges Bemühen der Kirchengemeinden in St. Goarshausen hin wurden die Menschen mit Beeinträchtigung zum Teil der Stadt und haben dort eine Heimat gefunden.

© Caritas

Caritas Werkstatt

Die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn sind Bestandteil des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn e. V..

Sie fördern die individuelle Entwicklung beruflicher Fähigkeiten und Fertigkeiten und ermöglichen die individuelle berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben. Die Caritas-Werkstätten Westerwald Rhein-Lahn verstehen sich als Partner der Wirtschaft und sind vielfältig mit den Betrieben in den jeweiligen Regionen vernetzt, um Menschen mit Behinderung Teilhabechancen in der Werkstatt und auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten zu können. Dazu bietet der Betrieb St. Goarshausen Menschen mit Behinderung eine an ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten orientierte Arbeit und Berufliche Bildung in den Arbeitsbereichen Wäscherei und Heißmangel (für Privatkunden und Gewerbebetriebe),  Schreinerei, Küche,  Verpackung und Montage.

 

Caritas-Werkstätten Westerwald - Rhein-Lahn

Betrieb St.Goarshausen

Dolkstraße 5

56346 St.Goarshausen

Telefon 06771 93050

 

Edith-Stein-Haus

Der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn trägt in St. Goarshausen das Edith-Stein-Haus,

ein Wohnheim und Zuhause für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung und anderen Beeinträchtigungen. Es ist ein offenes Haus, das überschaubar, familiär und gut ins Umfeld integriert ist und 23 Wohnplätze im Haupthaus und 15 in Außenwohngruppen bietet. Das Edith-Stein-Haus ist eng ins christliche Gemeindeleben von St. Goarshausen integriert.

Edith-Stein-Haus

Wellmicher Straße 35

56346 St.Goarshausen

http://www.caritas-westerwald-rhein-lahn.de/hilfeundberatung/menschenmitbehinderungen/caritas-wohnheime/edith-stein-haus-neu/edithsteinhaus

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Bistum Limburg

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