Martinsfest in Schönau

|   Strüth

Da in diesem Jahr die traditionelle Martinsfeier mit einem entsprechenden Umzug nicht möglich war, hat zwischen dem 8. und 15. November, dem Patronatsfest St. Florin, der Ortsausschuss von St. Florin-Kloster Schönau in Zusammenarbeit mit dem Elternausschuss des Kindergartens Welterod und dem Jugendhaus Nastätten ein Martinsfeist ganz eigenen Typs gefeiert. In der Vorbereitungsphase haben Kinder und Erwachsene für andere Kinder und ihre Familien Laternen gebastelt und in der ehemaligen Abteikirche gegen eine Spende zum Mitnehmen bereitgestellt. Außerdem gab es für jedes Kind ein kleines Päckchen mit kreativen Anleitungen zum Martinstag – liebevoll verpackt vom Kindergarten Welterod. Die Laternen, die ans Fenster gestellt werden können, erinnern Hausbewohner und Vorübergehende an das Licht, dass immer dann aufstrahlt, wenn jemand nicht sich selbst, sondern seine Mitmenschen im Blick hat und mit ihnen großzügig teilt, wenn sie in Not sind.

An den Seitenwänden der Kirche wurde auf sieben Tafeln die Geschichte des hl. Martin von Tours in Bildern und kindgerechten Texten erzählt. Die Kirche selbst war an den Abenden für die Dauer von jeweils drei Stunden in ein geheimnisvoll farbiges Licht getaucht, so dass Familien oder Einzelpersonen in einer Atmosphäre meditativer Stille - nur von getragener Instrumentalmusik begleitet - Gelegenheit hatten, den weiten Raum auf sich wirken zu lassen. Auf diese Weise konnten wir aus der Not des vom Corona-Virus verhinderten Laternenumzugs eine Tugend machen.

Am 11. November selbst, dem eigentlichen Martinstag, ist eine als römischer Soldat verkleide Frau durch die anliegenden Dörfer geritten. Weil ein Flyer das vorher angekündigt hatte, konnten viele Kinder und Erwachsene vor ihren Häusern stehen und den hl. Martin grüßen.

Der Erlös der Martinsaktion in Höhe von 565 € ist zu gleichen Teilen an den Kindergarten und das Kinderhaus in Welterod gegangen.

Die Fotos sind übrigens von unserem Nachbarn, Herrn Roland Ungeheuer.

Wir danken Eltern, Kindern und allen Beteiligten für ihr großzügiges und harmonisches Miteinander, das dem einen oder anderem auch einen großen Zeitaufwand abverlangt hat.

Manfred Döbbeler