Die Kirche St. Johannes der Täufer, wurde in den Jahren 1923 bis 1925 unter großer finanzieller Belastung der Gemeinde und unter vielgestaltiger Mithilfe der Gemeindemitglieder erbaut.

Am 20. September 1925 wurde die Kirche vom Limburger Bischof Dr. Augustinus Kilian konsekriert. Die Gemeinde war dankbar, endlich eine würdige Kirche als ihr Eigen nennen zu dürfen. Dies brachte sie durch die Teilnahme am Weihegottesdienst und an einem Familienabend zum Ausdruck. Der Bischof äußerte später, eine so schöne, in allen Teilen harmonisch und stilvoll verlaufene Kirchweihe habe er noch nicht mitgemocht, so Pfarrer Sand in der Pfarrchronik.

Pfarrer Sand war es auch, der das Bild im Hochaltar, die heiligste Dreifaltigkeit, erwarb. Von ihm wird es als Gemälde von Lucas Cranach bezeichnet. Bei einer Restaurierung des Bildes 1963 und in der Folgezeit wurde dann festgestellt, dass dieses Bild nicht von Lucas Cranach gemalt worden ist, wohl aber seiner Schule zugerechnet werden kann.

Entscheidender als das genaue Herstellungsdatum ist die Aussage des Bildes: Gott Vater nimmt das Lebensopfer seines Sohnes an, das uns Menschen aus Schuld und Sünde befreit. So wie Gott Vater das Kreuz seines Sohnes und damit ihn in seinen Händen geborgen hält, so sind wir Menschen in der Liebe Gottes geborgen.

Erwähnenswert in unserer Kirche ist auch das Deckengemälde, das die Verklärung Jesu zeigt, wie sie im Neuen Testament beschrieben ist: die beiden Propheten Mose und Elia, die 3 Jünger Petrus, Jakobus und Johannes sind dargestellt und in der Mitte der durch die Sonne verklärte Jesus. Dieses Bild wurde im Jahr 1941 in 6 Wochen von Prof. Landgrebe aus Frankfurt gemalt.

Am Dezember 1999 konnte eine grundlegende Innenrenovierung abgeschlossen werden. Neben einem neuen Fußboden bekam der Innenraum erstmals eine farbliche Gestaltung durch den Kirchenmaler Daniel aus Geisenheim im Rheingau. Der Haupteingang wurde ganz neu und Behinderten gerecht angelegt.

Mit dem neuen Zelebrationsaltar, den der Koblenzer Künstler Jose Welling im Jahr 2003 gestaltete, wurden die Arbeiten vollendet.